Wer war Lucie?

Wer war Lucie?

Unsere Namenspatronin Lucie Riese

Lucie Riese wurde am 1. Oktober 1913 in Jena geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung als Kinder- und Säuglingsschwester (Maria Montessouri-Pädagogik).

Nach Ihrer Ausbildung erhielt sie eine Anstellung bei Familie Menkel, den Besitzern des Jenaer Hotels "Schwarzer Bär" zur Betreuung des Kindes Robert Schnorr. Sie wurde bald die Hauptperson in seinem Leben. Es bestand ein sehr herzliches Verhältnis bis ins hohe Alter.

1936 erfolgte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Dabei begann sie, sich mit den Werken von Albert Schweizer auseinander zu setzen.

In den Jahren 1939 und 1940 arbeitete sie in einem Lungensanatorium im Odenwald. 1940 war Lucie Gemeindeschwester in Krölpa. Am Ende des 2. Weltkrieges war sie für russische Soldaten tätig und arbeitete später (1947/48) im Lazarett und Krankenhaus in Hummelshain. Sie lernte den Psychologieprofessor Frieder Harald Maas kennen, den sie bis zu seinem Tode betreute.
Sie pflegte intensive Kontakte zu Künstlern (Theo Rosenbauer, Heinrich Kiefer) und Wissenschaftlern (Professor Labs u.a.).

Neben Ihrer Arbeit leitete Schwester Lucie die Bibliothek in Hummelshain, inszenierte Auftritte einer selbstgegründeten Theater- und Tanzgruppe. Sie hielt regelmäßig Verbindung zu Jenaer Studenten, setzte sich für sozial schwache und benachteiligte Frauen in Jena ein.

1991 wird das Beratungszentrum des Demokratischen Frauenbundes nach ihr benannt.

Im Jahr 1995 zog Schwester Lucie in das Weimarer Maria-Sebach-Stift. Sie erlitt mehrere Schlaganfälle und wurde zum Pflegefall. Sie starb am 16. Februar 2001.